Bibliothek

Profil

Die Bibliotheken der Orient-Abteilung spiegeln in besonderem Maße die Geschichte der Abteilung wider. Gedacht als Arbeitsinstrument für Wissenschaftler:innen aus aller Welt, die an den Standorten der Abteilung forschen, sind die Bibliotheken mit unterschiedlichen Schwerpunkten auf ihre vier Standorte Berlin, Baghdad, Damakus und Sanaa verteilt. Die Bibliotheken der OA und der Außenstellen verstehen sich als eine Bibliothek - mit Archivcharakter in Berlin -, mit dazugehörigen Standortbibliotheken - als überwiegend online-Bibliotheken mit print-Sondersammelgebieten - im Ausland.

Der Bestand der Bibliothek der Orient-Abteilung in Berlin geht auf die Gründungsbibliothek der Abteilung Baghdad zurück, die nun im Orienthaus in Berlin erreichbar ist. Hier befinden sich heute ca. 45.000 Bände, 147 laufend gehaltene Zeitschriften, Landkarten sowie e-Journals. Die Bibliothek gehört damit zu den größten Fachbibliotheken für Altorientalistik und Vorderasiatische Archäologie weltweit und ist eine wertvolle, fachspezifische Ergänzung der Bibliothekslandschaft Berlins.

Die Sammelschwerpunkte liegen auf den Arbeitsgebieten der Abteilung und umfassen insbesondere Publikationen zur Archäologie der Vereinigten Arabischen Emirate, des Irak, des Jemen, Jordaniens, des Libanon, der Levante, Saudi-Arabiens, Syriens und der Türkei. Zeitlich werden Publikationen zu Themen vom ausgehenden Paläolithikum bis zum Beginn der Klassischen Antike sowie von der Spätantike bis zum Islamischen Mittelalter angeboten. Wissenschaftsgeschichte und relevante Zeitgeschichte der Arbeitsgebiete sind weitere Schwerpunkte der Orient-Bibliothek. Traditionell konzentriert sich der Bibliotheksstandort Berlin auf die Sammelgebiete Altorientalische Philologie, Vorderasiatische Archäologie, Islamische Kunst und Archäologie sowie Länderkunde Südwestasiens. Neben Titeln in allen europäischen Sprachen werden insbesondere auch arabisch- und türkischsprachige sowie hebräische Publikationen beschafft.

Die Bibliotheken der Außenstellen Baghdad, Damaskus und Sanaa legen ihre Schwerpunkte auf die jeweiligen lokalen archäologischen Themen und befinden sich teils vor Ort, teils in Berlin.

Geschichte

Die Bibliothek im Orienthaus in Berlin entstand mit der Gründung der Abteilung Baghdad im Jahr 1955. Ihr Bücherbestand wurde 1984 durch Rainer Michael Boehmer in großen Teilen nach Berlin überführt und bildet heute das „Herz“ der Abteilung. Ihr Grundbestand geht auf die Privatbibliotheken des Altorientalisten Hans Ehelolf und des Architekten Friedrich Wetzel zurück sowie auf die Reste der Bibliothek der Forschungsstation in Isfahan, 1937–1941 'Stützpunkt des DAI'. Später konnten bedeutende Teile der Privatbibliotheken von Walter Andrae, Julius Jordan und Ernst Kühnel, Arnold Nöldeke und Karl-Heinz Bernhardt eingegliedert werden.

Die Bibliotheken der Orient-Abteilung. Der Bücherbestand der Orient-Abteilung befindet sich in der Bibliothek im Orienthaus des DAI (Berlin) © DAI // Elena Tens, Julia Hertzer

Nutzungsbedingungen

Der Berliner Standort befindet sich im Erdgeschoss des 'Orienthauses' und ist als Präsenzbibliothek Fachwissenschaftler:innen aus dem In- und Ausland zugänglich. Den Besucher:innen stehen in den Räumen der Bibliothek 12 Arbeitsplätze mit WLAN-Nutzung und ein Online-Rechercheplatz mit Zugang zum OPAC zur Verfügung.

Erschließung & Recherche
Der Bestand ist vollständig über das zentrale Verzeichnissystem der Bibliotheken des Deutschen Archäologischen Instituts ZENON online abrufbar.
Die Bestände sind nach Sachgruppen gegliedert und in Freihandaufstellung zugänglich.

Ausleihe
Eine Ausleihe ist nicht möglich.

Scans / Kopien
Bei Bedarf nach Fotokopien bzw. Scans muss mit dem Bibliothekspersonal Rücksprache gehalten. Ein Buchscanner steht gebührenfrei zur Verfügung.  WLAN-Passwörter können bei der Bibliothekarin im Erdgeschoss an der Information ausgestellt werden.

Öffnungszeiten & Aktuelles

Die Bibliothek ist von Montag bis Freitag in der Zeit von 09.00 bis 15.00 Uhr geöffnet.

Der Zugang zur Bibliothek der Orient-Abteilung erfolgt nach Anmeldung an der Pforte über den Haupteingang des Instituts (Podbielskiallee 69-71, 14195 Berlin).

Eine vorherige Anmeldung ist wünschenswert.

 

Bitte beachten Sie, dass die Bibliothek am 7.5. sowie am 22.5.2024 wegen interner Veranstaltungen und vom 1.9. bis voraussichtlich 31.12.2024 aufgrund von Bauarbeiten geschlossen sein wird! 

Mitarbeiterinnen & Kontakt

Bibliotheksleitung: Dr. Simone Mühl

Bibliotheksverwaltung: Elena Tens

Kontakt: bibliothek.orient@dainst.de

Icon iDAI.bibliography © DAI // Tanja Lemke-Mahdavi

iDAI.bibliography

iDAI.bibliography/ZENON ist das zentrale Verzeichnissystem unserer 16 Bibliotheken sowie all unserer Publikationen. Mit seinen ca. 1,4 Millionen Datensätzen ist es eines der weltweit wichtigsten bibliographischen Nachweisinstrumente für altertumswissenschaftliche Literatur. Gleichzeitig werden über iDAI.bibliography auch digitalisierte Drucke des 16. bis 19. Jahrhunderts,  digitalisierte Fachzeitschriften und altertumswissenschaftliche Open-Access-Publikationen erschlossen sowie zunehmend Fachliteratur ohne Bestandsnachweis erfasst, etwa als bibliographischer Nachweis für die Vernetzung mit den iDAI.world-Systemen. 

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